Fellpflege mit Herz und Verstand

Die regelmäßige Fellpflege ist wichtig. Sie trägt zur Gesundheit und Wohlbefinden bei und beugt Hautproblemen, Parasitenbefall oder Verfilzungen vor. Die Fellpflege bei Hunden ist so individuell und verschieden wie die Tiere selbst. Somit ist auch die Behandlungszeit bei jedem Tier unterschiedlich. Daher sind die angegebenen Preise Richtwerte, die durch viele Faktoren beeinflusst werden können. So werden einige Rassen geschnitten oder geschoren, während andere getrimmt oder gecardet werden müssen. Auch die Größe eines Hundes spielt eine Rolle und ob das Fell stark verschmutzt, verfilzt oder gar von Ungeziefer befallen ist. 

Fellpflege

Schneiden, Scheren und Baden               

ab 48 €

  • Professionelles Schneiden und Scheren
  • Baden und Föhnen
  • inkl. Pfotenpflege und Ohrenreinigung
  • Verwendung von hochwertigen Pflegeprodukten
  • Preise abhängig von Hundegröße und Aufwand (z.B. durch Verfilzung)  

Fellpflege

Trimmen                                              

ab 39 €

  • Für Hunderassen mit drahtigem oder rauem Fell 
  • Professionelles Trimmen ausschließlich per Hand
  • inkl. Pfotenpflege und Ohrenreinigung
  • Preise abhängig von Hundegröße und Aufwand  

Fellpflege

Unterwolle

ab 39 €

  • Sanfte Entfernung von loser Unterwolle
  • Professionelles Carding ausschließlich per Hand
  • inkl. Pfotenpflege und Ohrenreinigung
  • Preise abhängig von Hundegröße und Aufwand (z.B. durch Verfilzung)  

Fellpflege

weitere Angebote

Weitere Angebote

  • 6 € Krallenschneiden 
  • 24,50 € Gesicht schneiden 
  • 26,50 € "Kleine Pflege" (Unterseite der Pfoten scheren, Intimbereich  und Ohrenpflege) 

Sonstiges

Es können Zusatzkosten bei Flohbefall entstehen.   

BITTE BEACHTEN SIE: Vereinbarte Termine, die nicht mindestens 24 Stunden vorher abgesagt werden, werden pauschal mit 39,00 € als Terminausfallersatz berechnet. 

Alle angegebenen Preise sind Endpreise. Aufgrund des Kleinunternehmerstatus gem. § 19 UStG erhebe ich keine Umsatzsteuer und weise diese daher auch nicht aus.

Trimmen

Die richtige Pflege für drahthaariges Hundefell

Trimmen beim Hund bezieht sich auf eine spezielle Methode der Fellpflege, die hauptsächlich bei bestimmten Hunderassen mit drahtigem oder rauem Fell angewendet wird. 

Darunter versteht man das Herauszupfen von losem, abgestorbenem, reifem Haar. Das bereitet dem Hund keinerlei Schmerzen. Im Gegenteil, die meisten Hunde genießen diese Trimmkur, da abgestorbenes und zu dichtes Haar für den Hund unangenehm ist und auch zu Juckreiz führen kann. Das Trimmen kann von Hand erfolgen ("Handstripping") oder mit speziellen Trimmmessern/Trimmsteinen. Ich persönlich trimme ausschließlich mit der Hand. 

Den richtigen Zeitpunkt für das Trimmen Ihres Hundes erkennen Sie daran, dass er mehr Haare verliert als üblich. Das geschieht ca. alle 8-12 Wochen, dann sollte der Hund wieder getrimmt werden. Draht - und Harthaarige Hunde sollten ausschließlich getrimmt werden, damit die schöne Fellstruktur und Farbe erhalten bleibt. 

Warum sollen bestimmte Hunderassen getrimmt werden

Abgestorbene Haare können eine Grundlage für Hautkrankheiten bilden. Neben Jucken und Kratzen könnten sich andere Hautprobleme entwickeln. Wird ein Trimmhund einfach nur abgeschoren, ist das tote Haar nur abgeschnitten und verbleibt zumindest teilweise in der Haut. Neue Haare können sich nicht nachbilden. Das von Natur aus harte, schützende Fell wird weich, fein und wellig. Der schützende Effekt vor Wind, Nässe, UV-Strahlen und anderen Umwelteinflüssen geht verloren. Der Hund kann somit anfällig für Hautkrankheiten werden.

Carding - Entfernen der Unterwolle

Pflege der Unterwolle

Die Unterwolle ist der weiche, dichte Teil des Fells eines Hundes, der sich unter dem Deckhaar befindet. Sie dient vor allem der Isolation und hilft, den Hund sowohl vor Kälte als auch vor Hitze zu schützen. 

Carding ist eine spezielle Technik der Fellpflege bei Hunden, wie z. B. Golden Retrievern, Berner Sennen oder Schäferhunden. Sie wird verwendet, um lose Unterwolle zu entfernen, ohne das Deckhaar zu beschädigen. Dabei wird mit einem speziellen Werkzeug gearbeitet. Das Ziel von Carding ist es, das Fell zu verdünnen und die abgestorbene Unterwolle herauszuziehen, sodass das Deckhaar glatt und gesund bleibt. Carding sollte regelmäßig durchgeführt werden, besonders während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst, um das Wohlbefinden des Hundes zu fördern und übermäßiges Haaren zu verhindern. Carding ist reine Handarbeit.

Vorteile von Carding

  • Vermeidung von Verfilzungen: Durch regelmäßiges Carding wird verhindert, dass sich die Unterwolle verfilzt oder zu dick wird.
  • Förderung der Hautgesundheit: Indem lose Haare und abgestorbene Hautzellen entfernt werden, kann die Haut besser atmen, was das Risiko von Hautproblemen verringert.
  • Verbesserung der Fellstruktur: Das Carding trägt dazu bei, das Deckhaar glänzend und in guter Form zu halten, da es weniger von der dichten Unterwolle behindert wird.

 

Filz beim Hund – warum er entsteht und welche Folgen er haben kann

Verfilztes Fell ist ein häufiges Problem bei Hunden – besonders bei langhaarigen Rassen oder solchen mit dichter Unterwolle. Viele Hundebesitzer unterschätzen jedoch, welche Auswirkungen Filz auf die Gesundheit und das Wohlbefinden ihres Vierbeiners haben kann. Filz ist nicht nur ein optisches Problem, sondern stellt eine ernsthafte Beeinträchtigung für den Hund dar.

Wie entsteht Filz?

Filz entsteht, wenn Haare ineinander verhaken und verknoten. Ursachen können u. a. sein:

  • unregelmäßiges oder fehlendes Bürsten
  • Nässe im Fell, die nicht ausgestriegelt wird (z. B. nach Spaziergang im Regen)
  • Reibung durch Geschirr, Halsband oder Liegeplätze
  • lose Unterwolle beim Fellwechsel
  • Schmutz und kleine Partikel im Fell

Je länger Filz unbehandelt bleibt, desto härter und dichter wird er – er kann sich bis auf die Haut “festsetzen”.

Nachteile und gesundheitliche Risiken von Filz

Filz beeinträchtigt nicht nur die Bewegungsfreiheit, sondern kann zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen:

1. Schmerzen und Bewegungseinschränkungen: Starke Filzplatten ziehen dauerhaft an der Haut. Besonders an Achseln, Beinen, Leisten und hinter den Ohren verursacht das Schmerzen – beim Liegen, Laufen und sogar beim Atmen.

2. Hautreizungen und Entzündungen: Unter Filz bildet sich ein warmes, feuchtes Klima. Durch fehlende Luftzirkulation kann sich die Haut nicht regenerieren. Das fördert:

  • Rötungen
  • Pilzinfektionen
  • Ekzeme
  • offene Hautstellen

3. Parasitenbefall: Filz bietet einen idealen Lebensraum für Parasiten wie:

  • Flöhe
  • Milben
  • Zecken

Sie bleiben unentdeckt, da die Haut nicht mehr sichtbar ist.

4. Durchblutungs- und Lymphstörungen: Starker Filz kann so fest anliegen, dass er die Durchblutung beeinträchtigt. In extremen Fällen entstehen Druckstellen, Blutergüsse und sogar Nekrosen (Absterben von Hautbereichen).

5. Überhitzung: Viele glauben, Filz „schützt“ im Winter. Tatsächlich verhindert er aber die natürliche Temperaturregulierung.

  • Im Sommer: Überhitzungsgefahr
  • Im Winter: Fell isoliert schlechter, Hund friert schneller

6. Probleme im Anal- und Genitalbereich: Filz in diesem Bereich kann:

  • Kot und Urin im Fell festhalten
  • Infektionen verursachen
  • Schmerzen beim Kotabsatz auslösen

Warum Filz nicht einfach ausgekämmt werden kann

Harter Filz lässt sich nicht mehr schmerzfrei ausbürsten. Ein Versuch würde das Tier unnötig quälen. In solchen Fällen ist eine vollständige Rasur durch einen Hundefriseur oder Tierarzt notwendig – oft sehr kurz und teilweise unter Sedierung, wenn der Hund starke Schmerzen hat.

Vorbeugung – so bleibt das Fell gesund

  • Regelmäßiges Bürsten, je nach Felltyp täglich bis mehrmals pro Woche
  • Sorgfältige Fellpflege nach Regen oder Schwimmen, damit keine Filzbildung durch Nässe entsteht
  • Fellkontrolle an kritischen Stellen: Ohren, Achseln, Bauch, Leisten, Rute, hinter den Pfoten
  • Professionelle Pflege (Groomer) alle 6–12 Wochen bei langhaarigen Rassen
  • Passendes Equipment: geeignete Bürsten, Kämme und ggf. Unterwollbürsten (ohne die Haut zu verletzen)

Fazit

Filz beim Hund ist keineswegs ein harmloses Schönheitsproblem. Er verursacht Schmerzen, Gesundheitsschäden und beeinträchtigt das Lebensgefühl des Hundes massiv. Eine konsequente Fellpflege ist ein Ausdruck von Fürsorge und trägt entscheidend zur Gesundheit und Lebensqualität des Vierbeiners bei.

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